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FAQ

Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen über die Kampagne „Runter vom Gas!“.

„Warum wurde die Kampagne „Runter vom Gas!“ |br| ins Leben gerufen?“

Zahlreiche Kreuze an Landstraßen erinnern an die rund 4.500 Verkehrsopfer pro Jahr. Nahezu jeder in Deutschland kennt persönlich Menschen, die durch Verkehrsunfälle getötet oder verletzt wurden. Das damit verbundene Leid ist immens, wird aber viel zu oft einfach verdrängt. 


Unangepasste Geschwindigkeit ist in Deutschland eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit Todesfolge: Zwei von fünf Verkehrstoten verlieren ihr Leben aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit. Die Kampagne soll auf die dramatischen Folgen zu schnellen Fahrens aufmerksam machen und dazu beitragen, die Opferzahlen in Zukunft erheblich zu senken. Sie möchte die Verkehrsteilnehmer „aufrütteln“ indem sie das menschliche Leid hinter den Statistiken zeigt und so dem Verdrängungsprozess entgegenwirkt. Denn jeder Tote und Verletzte ist einer zu viel.

„An wen richtet sich die Kampagne?“

Wie die Kampagnenmotive zeigen, sind es häufig Menschen wie „du und ich“, die bei Verkehrsunfällen verunglücken. Die Gründe hierfür sind vielfältig und alltäglich. Oft haben Unfälle mit Eile und Zeitdruck zu tun oder auch mit Ablenkung und mangelnder Konzentration auf den Straßenverkehr. „Runter vom Gas!“ richtet sich an alle Verkehrsteilnehmer und fordert dazu auf, umsichtig und angepasst am Verkehr teilzunehmen. Denn nur so können Unfälle vermieden werden. Und damit auch das unermessliche Leid, das über Opfer, Angehörige und auch Verursacher hereinbricht.

„Warum spricht „Runter vom Gas!“ die |br|Verkehrsteilnehmer so emotional an?“

Die Kampagne „Runter vom Gas!“ schlägt in Deutschland einen neuen Weg in der Kommunikation mit Verkehrsteilnehmern ein: Das klare Aufzeigen von Konsequenzen unangepasster Fahrweisen und die damit verbundene emotionale Ansprache sollen sich direkt auf das Verhalten auswirken. Die Kampagne wurde umfangreich in Verbrauchertests überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die emotionale Ausrichtung vor allem junge Fahrerinnen und Fahrer anspricht. Die Wirkung der – häufig sehr viel drastischeren – Maßnahmen im europäischen Ausland bestätigen diese Ergebnisse. Es ist uns bewusst, dass sehr viele Menschen in Deutschland direkt oder indirekt von Verkehrsunfällen betroffen sind und ein Leben lang unter den Erfahrungen leiden. In der Phase der Kampagnenentwicklung wurden daher intensive Gespräche mit Verkehrsopfern und ihren Angehörigen sowie mit Betroffenen und Experten, wie Seelsorgern, Polizisten, Rettungshelfern und Ärzten geführt. Die Meinungen und Gefühle der Betroffenen zu berücksichtigen, war von großer Bedeutung bei der Entwicklung einer Kommunikationsform, die dem sensiblen und emotionalen Hintergrund des Themas Rechnung trägt.

"Die Plakate in Todesanzeigenoptik |br|gehörten auch zu „Runter vom Gas!“?"

Die Kampagne ist im März 2008 mit Anzeigen- und Plakatmotive in Todesanzeigenoptik gestartet. Sie waren Teil der ersten Kampagnenphase bis Januar 2009. In der zweiten Kampagnenphase hingen Plakate mit Unfallwracks an Autobahnen und Raststätten. Seit Oktober 2009 gibt es drei neue Plakatmotive, die nun zu sehen sind.

„Handelt es sich bei den Personen auf den |br| Kampagnenmotiven um echte Unfallopfer?“

Die Anzeigen- und Plakatmotive der ersten Motivreihe sind an tatsächliche Unfallsituationen angelehnt. Jedem einzelnen Motiv liegt eine wahre Geschichte zu Grunde. Dargestellt sind die fünf statistisch häufigsten Unfallursachen. Dabei wird deutlich, dass es sich um alltägliche Gründe handelt, die zum schnellen Fahren verleiten, wie z.B. Zeitdruck oder Unaufmerksamkeit.
Auch die auf den Plakaten der aktuellen Motivreihe abgebildeten Personen stehen symbolisch für das Leid tausender Opfer sowie das ihrer Angehörigen und Hinterbliebenen. Bei beiden Motivreihen handelt es sich selbstverständlich nicht um echte Verkehrsopfer, sondern um Darsteller, die im nichteuropäischen Ausland gecastet wurden und auch dort leben. Sie sind über Inhalt und Erscheinungsbild der Kampagne informiert und haben ihre Einwilligung zur Verwendung ihrer Fotos im Rahmen der Kampagne „Runter vom Gas!“ gegeben.

„Wie lange wird die Kampagne laufen?“

Die Kampagne „Runter vom Gas!“ ist im März 2008 gestartet und auf zwei Jahre angelegt. Sie wird noch bis Ende des Jahres 2009 laufen.

„Warum werden immer nur die ‚Raser’ |br| angesprochen?“

Die Kampagne „Runter vom Gas!“ möchte allen Verkehrsteilnehmern die Konsequenzen von Fehlverhalten im Straßenverkehr vor Augen führen. Dabei geht es nicht nur um absolute Geschwindigkeit und auch nicht nur um diejenigen, die auf einer Autobahnstrecke ohne Geschwindigkeitsbegrenzung mal schneller als 130 km/h fahren. Es geht um nicht angepasste Geschwindigkeit, eine der Hauptunfallursachen auf deutschen Straßen.
Von nicht angepasster Geschwindigkeit spricht man dann, wenn das Fahrverhalten nicht der jeweiligen Situation entspricht, in der sich die Verkehrsteilnehmer befinden.
Die Kampagne hat also nicht das Ziel, die absolute Geschwindigkeit einzuschränken. Sie soll vielmehr an die Eigenverantwortung eines jeden Verkehrsteilnehmers appellieren. Die Menschen sollen sich nicht nur an die Vorgaben halten, sondern auch aktiv mitdenken. So können zum Beispiel bei Dunkelheit, Nebel, Eis oder Regen auch die zulässigen Geschwindigkeiten viel zu hoch sein und müssen je nach spezifischen Gegebenheiten individuell – etwa an die Sichtverhältnisse – angepasst werden. „Runter vom Gas!“ setzt sich ein für ein verantwortliches und angepasstes Fahrverhalten aller Verkehrsteilnehmer – ob auf Autobahnen, Landstraßen, oder innerhalb geschlossener Ortschaften.

„Sind Dauerlinksfahrer und zu langsame |br|Verkehrsteilnehmer nicht viel gefährlicher |br|als schnelle Fahrer?“

Erhöhte Geschwindigkeit ist Ursache Nummer eins bei Unfällen mit Todesfolge – damit sind die Fahrer, die zu schnell unterwegs sind, die größte Gefahr auf deutschen Straßen. Fest steht jedoch auch: Nicht alleine der Faktor Geschwindigkeit ist ausschlaggebend für sichere Straßen. Deshalb hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat in der Vergangenheit bereits eine Reihe von Kampagnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt – beispielsweise zum Thema „Rechtsfahrgebot“. Dauerhaft links zu fahren, ist regelwidrig. Aber als Unfallursache ist dieses Verhalten weitaus weniger gravierend als überhöhte Geschwindigkeit. Oft ist ein solches Verhalten ein Zeichen von Unsicherheit. Souveräne und gelassene Fahrerinnen und Fahrer werden sich dadurch nicht „provozieren“ lassen. Auch extrem langsames Fahren kann andere Verkehrsteilnehmer verärgern. Jedoch rechtfertigt das keinesfalls riskantes Fahrverhalten oder „Drängelei“.

„Wie kann ich „Runter vom Gas!“ unterstützen?“

Die Kampagne „Runter vom Gas!“ zielt darauf ab, eine breite gesellschaftliche Diskussion über das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit und die tödlichen Folgen auszulösen. Jeder Einzelne kann dazu einen Beitrag leisten. Wir möchten Sie daher dazu ermutigen, in Ihrem familiären Umfeld oder in Ihrem Freundeskreis das Thema Verkehrssicherheit zur Sprache zu bringen. Sollten Sie in Ihrem Unternehmen oder in einem Verein eine größere Aktion oder Informationsmaßnahmen durchführen wollen, unterstützen wir Sie gerne. Zudem besteht die Möglichkeit, Give-Aways wie Schlüsselanhänger, Plakate oder Informationsbroschüren zu bestellen, die Sie in Ihrem Umfeld verteilen können. Unser Kampagnenbüro steht Ihnen bei Kooperationsanfragen, Fragen, Kritik und Anregungen gerne zur Verfügung. Bitte nehmen Sie hier Kontakt auf.