Unfallopfer und Angehörige erinnern sich an das Unglück, ihre Gefühle und Ängste sowie das schreckliche Leid, das sie und ihre Familien erfasst hat. In kurzen Videofilmen berichten sie über Unfallhergang und Folgen, und wie sie heute damit umgehen.
20.07.2009 - Berlin
Es sind erschreckende Zahlen: 30.640 verletzte und 656 getötete Motorradfahrer allein im vergangenen Jahr. Hinter diesen Zahlen stehen Geschichten – von Betroffenen, Angehörigen und Freunden. Hier kommen sie zu Wort und berichten davon, wie ein einziger Moment ihre Zukunft tiefgreifend verändert hat.
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Jährlich verunglücken in Deutschland mehr als 30.000 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen. Eine aktuelle Studie untersucht Motorradunfälle auf typische Unfallursachen und Verletzungsmuster. Die Autoren unterstreichen die protektive Wirkung von Schutzkleidung.
08.01.2009 - Berlin
Männliche Motorradfahrer unter 30 mit weniger als zwei Jahren Fahrerfahrung sind die am stärksten gefährdete Risikogruppe unter motorisierten Zweiradfahrern. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universität Greifswald und des Unfallkrankenhauses Berlin, in der ein Expertenteam um Prof. Dr. Axel Ekkernkamp typische Verletzungsmuster sowie die Ursachen und Mechanismen motorisierter Zweiradunfälle (darunter fallen Motorräder, Mofas und Mopeds) im Zeitraum von 2001 bis 2005 untersuchte. Im Erhebungszeitraum waren 94 Prozent der verunglückten Motorradfahrer Männer, Dreiviertel jünger als 30 Jahre und mehr als die Hälfte der Unfallopfer verfügte lediglich über eine Fahrerfahrung von bis zu zwei Jahren.
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Freiheitsgefühl und Selbstüberschätzung ergeben beim Motorradfahren eine gefährliche Mischung – vor allem zu Beginn der Zweiradsaison und für Wiedereinsteiger.
08.07.2008 - Berlin
Es ist ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit: sanft aber kraftvoll zu beschleunigen, sich in die Kurven zu legen, den Wind zu spüren. Motorradfahren übt auf Menschen aller Altersgruppen eine große Faszination aus – egal, ob das Bike für den Weg zur Arbeit oder die entspannte Wochenendtour mit Freunden benutzt wird. Insgesamt vier Millionen Motorräder und zwei Millionen Kleinkrafträder – wie Mofa und Moped – stehen in Deutschland bereit, um schon bei den ersten Sonnenstrahlen aus der Garage geholt zu werden.
Angesichts des großen Reizes, den das Motorradfahren ausübt, werden seine Gefahren oftmals unterschätzt. Und so endet der Traum von der Freiheit auf zwei Rädern nicht selten in der Unfallklinik. Wer mit einem Motorrad verunglückt, kann froh sein, mit dem Leben davonzukommen. Denn beinahe jeder fünfte Verkehrstote in Deutschland fuhr ein Motorrad.
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Sicherheitstrainings für Motorradfahrer helfen, Unfälle zu vermeiden – und im Ernstfall so zu reagieren, dass es beim Blechschaden bleibt. Besonders wichtig: Der aktive Blick.
08.07.2008 - Berlin
Ein lauer Sommerabend, die Gedanken schon beim nächsten Bikerurlaub: Mit gut 100 Stundenkilometern braust eine 500er-Maschine über die Landstraße. Plötzlich, hinter einer Kurve, durch die Abendsonne sehr spät erkennbar, kommt ein Traktor aus einem Feldweg. Auf der Gegenfahrbahn taucht genau in diesem Moment ein Linienbus auf. Was bis eben noch nach einer beschaulichen Überlandfahrt aussah, endet an diesem Abend mit einem schweren Unfall.
Situationen wie diese treten häufiger auf als man glauben mag. Tatsache ist: Als Motorradfahrer ist man ihnen nicht bedingungslos ausgeliefert, sondern kann durch sein Fahrverhalten Einfluss nehmen. Auch erfahrene Bikerinnen und Biker überschätzen sich schon mal oder unterschätzen die Motorleistung und die eigene Geschwindigkeit. Umso wichtiger ist es daher, sich auf mögliche Gefahren optimal einzustellen und auch den Umgang mit der Maschine noch weiter zu verbessern.
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Ein Motorradunfall dauert nur Sekunden, die Folgen bleiben oftmals für immer. Wenn die schwerverletzten Patienten der Unfallklinik Murnau ihre Geschichten erzählen, sind es Tragödien – darüber kann auch das idyllische Alpenpanorama nicht hinwegtäuschen.
08.07.2008 - Murnau
Eigentlich war er schon auf dem Weg zu seiner Freundin. Doch dann hat sich Emil dazu entschieden, noch einmal mit seinem Motorrad über den Pass in der Nähe von Sonthofen im Oberallgäu zu fahren. Es war so ein sonniger Februartag. Was dann passiert ist, versucht Emil als „Schicksal“ zu verbuchen, um nicht wieder in die Was-Wäre-Wenn-Gedanken zu verfallen. Paraplegie in Folge eines spinalen Traumas, nennen es die Ärzte. Für den 22-Jährigen bedeutet die Diagnose: Rollstuhl, lebenslänglich. Er ist querschnittsgelähmt.
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Tagesschau-Sprecher, Motorradfahrer und „Runter vom Gas!“-Unterstützer Jan Hofer hat schon über viele Unfälle berichtet. Im Interview ruft er dazu auf, die Freiheit auf zwei Rädern mit Vorsicht zu genießen und die Jeans lieber im Schrank zu lassen.
08.07.2008 - Berlin
Herr Hofer, Sie sind bekennender Motorrad-Fan. Was fasziniert Sie an dieser Art der Fortbewegung?
Motorradfahren ist für mich ein Gefühl der Freiheit. Es ist ein Ausbrechen aus den Zwängen des Alltags. Wenn einem so der Wind um die Nase weht und eine schöne Landschaft an einem vorbeizieht – das ist ein besonders intensives Erlebnis.
Wie wichtig ist es Ihnen, schnell zu fahren?
Schnelles Fahren interessiert mich nicht. Ich genieße eine Motorrad-Tour viel mehr bei einem gemütlichen Tempo. In meinem Beruf muss immer alles so schnell-schnell gehen – da mache ich mir in meiner Freizeit nicht den Stress, den hohe Geschwindigkeiten mit sich bringen. Außerdem ist es für mich natürlich wichtig, sicher an meinem Ziel anzukommen. Und das bedeutet nun mal, nur so schnell zu fahren, wie es die Situation erlaubt.
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Interessierte können sich das aktuelle „Merkblatt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken" (MVMot) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) herunterladen.
08.07.2008 - Berlin
In den letzten zehn Jahren wurden durchschnittlich 900 Motorradfahrende im Jahr in Deutschland getötet, davon zwei Drittel auf Landstraßen – für die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen mehr als Grund genug, mit dem "Merkblatt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken" Aspekte einer möglichen Verbesserung der Verkehrssicherheit für Motorradfahrer/innen aufzuzeigen.
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