Initiatoren
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) haben die gemeinsame Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ im Dezember 2011 neu gestartet. Die Initiatoren führen die Aufforderung der früheren Kampagne als Marke fort und richten ihr Augenmerk ab sofort auch auf weitere Unfallursachen wie Ablenkung oder Fahren unter Alkoholeinfluss – besonders auf Landstraßen. Auch für die Gurtnutzung in Kraftfahrzeugen und das Tragen von Fahrradhelmen wird nun geworben.
Um das im nationalen Verkehrssicherheitsprogramm 2011 festgelegte ehrgeizige Ziel von 40 Prozent weniger Unfallopfern bis 2020 zu erreichen, braucht es Anstrengungen auf breiter gesellschaftlicher Basis und in vielen unterschiedlichen Themenbereichen.
1970 lag die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr noch bei mehr als 21.300 Menschen. Im Jahr 2010 wurde mit 3.648 Verkehrstoten ein historischer Tiefstand erreicht – und das obwohl sich die Zahl der Fahrzeuge und das Verkehrsaufkommen in dieser Zeit verdreifacht haben.
Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen der Unfallstatistik für das Jahr 2011 auf, dass der Trend nicht zwangsläufig nach unten geht. Bis Ende September ist die Zahl der Getöteten um 5,9 Prozent, die Zahl der „Unfälle mit Personenschäden“ um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gemeinsam mit einer Vielzahl an Partnern wollen BMVBS und DVR daher auch 2012 für eine breite Wahrnehmung des Themas Verkehrssicherheit in der Öffentlichkeit, für die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer und damit für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen sorgen. Denn jedes Opfer eines Verkehrsunfalls ist ein Opfer zu viel.